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Info, Download
Schwerpunktprojekte 2010
(Projektskizzen)

● Autarke Energieversorgung eines EFH/MFH
● Wohnungslüftung: einfach, wartungsfrei,
keimfrei
●
Heizungssysteme für Menschen: gesund und behaglich
● Überprüfung der
Berechnungsmethoden zur Energiebilanz
● Bestandssanierung: nachhaltig,
ökologisch, wirtschaftlich
F&E
Energetische Sanierung von Baudenkmalen von innen
Schimmelpilz- und Algensanierung und –prävention
Das ökologische WDVS
(mit Projektbeispiel)
●
Verbraucherinformation durch Publikation
Bauinfo &
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Forschungsprojekt A)
Energetische Sanierung von Baudenkmalen von innen
Unter einem Baudenkmal sollen nicht nur explizit geschützte Bauwerke zu
verstehen sein. Das Motto soll lauten: jedes alte Gebäude verdient es,
geachtet, geschützt und erhalten zu werden. Insbesondere bei
Gründerzeithäusern mit aufwändigen Fassaden bzw. aus konstruktiven Gründen
(Balkone, Jalousien usw.) kommt eine energetische Sanierung mittels WDVS
nicht in Frage.
Hierfür gibt es bereits Lösungen in Form von Innendämmungen. Das
bauphysikalische Problem liegt dabei in der starken Tauwasserbildung. Dem
begegnet man theoretisch durch den Einsatz von Calciumsilikatplatten bzw.
Schaumglasdämmungen. Neben sehr hohen Kosten stellen sich hier aber auch
konstruktive Probleme, indem Calciumsilikatplatten um die Ecken herum zu
führen sind (Aufdoppelung) bzw. dass Schaumglasdämmungen jegliche
Sorptionsprozesse unterbinden (Abdichtung von innen).
Der Lösungsansatz besteht in der Kombination eines kapillar leitenden
Dämmstoffes mit einem entfeuchtenden System, z.B. Holzfaserdämmplatten mit
z.B. einer thermo-keramischen Membrantechnologie. Die Anforderungen an
Ökologie (giftfrei, schadstoffarm herstellbar, energiearm herstellbar,
Ressourcen schonend, unter Einsatz nachwachsender Rohstoffe, leicht
recyclebar, gesundheitlich unbedenklich) und Wirtschaftlichkeit (Material-
und Verarbeitungskosten) sind hiermit gut zu erfüllen.
Wichtigster Wirkmechanismus ist hier die Entfeuchtung, was ein
Kardinalproblem am Bau überhaupt ist. Ist das Problem des
Feuchteabtransportes gelöst, bleibt der Dämmstoff trocken und besitzt
seine Wärme dämmenden Eigenschaften nicht nur theoretisch, sondern auch
unter instationären praktischen Bedingungen.
Das bedeutet, dass man bei kostengünstigem Einsatz (im Vergleich zu den
bisherigen Lösungen sehr viel billiger) ein Innendämmsystem appliziert,
das selbst nach dem Glaser-Kriterium Tauwassermenge (siehe auch unter 3.)
unbedenklich funktioniert, wobei die Sorptionsvorgänge voll erhalten
bleiben.
Randbedingungen und Regeln zur Verallgemeinerung sind zu erforschen, zu
validieren und zu publizieren. Dies wird auch Niederschlag finden in
Rechenansätzen der dynamischen Simulation. Gebäude mit Klinker- und
Stuckfassaden sind in förderfähige Energielevel zu bringen.
Forschungsprojekt B)
Schimmelpilz- und Algensanierung und -prävention (WDVS)
Ein systembedingtes Problem bei herkömmlichen WDVS
(Wärme-Dämm-Verbund-Systemen) ist das aufgrund des in der Dämmschicht
festzustellenden Temperaturabfalls entstehende Feuchtepotenzial. Dazu
kommen andere ungünstige Eigenschaften wie entweder eine relative
Diffusionsdichte und fehlende Kapillarität, bezogen auf den Dämmstoff bzw.
auf die Deckschicht (i.d.R. aus Kostengründen Kunstharzputz). Oft werden
die theoretischen Instandhaltungszyklen in der Praxis nicht erreicht.
Für die Praxis genügt eine Betrachtung nach Glaser (Tauwasserbildung ist <
zul. & Verdunstungsmenge > Tauwassermenge) nicht. Dazu das IBP: „Dieses
Verfahren berücksichtigt jedoch weder den kapillaren Feuchtetransport im
Bauteil, noch dessen sorptive Aufnahmefähigkeit für ausfallende Feuchte.
Ferner kann das mit stationären Zuständen unter pauschalen
Blockrandbedingungen arbeitende Verfahren weder kurzfristige Ereignisse
abbilden, noch Regen und Strahlung berücksichtigen. Es ist für die
Feuchteschutz technische Bewertung eines Bauteils gedacht, nicht für die
Simulation realistischer Wärme- und Feuchtezustände eines Bauteils unter
standortbedingten Klimaverhältnissen.“
Der wichtigste Faktor in und an Gebäuden ist der Faktor Feuchte. Wird
diese Einflussgröße nicht richtig beachtet oder beherrscht, funktionieren
viele Theorien nicht mehr. Leider trägt diesem Umstand der Stand der
Normung (DIN 4108, novellierte EnEV) keine Rechnung. Angesichts von über
600 Mio. m2 angebrachten WDVS, von denen ein Teil Schäden und
Beeinträchtigungen aufweist, ist von einem Problem mit hoher
volkswirtschaftlicher und umweltpolitischer Bedeutung auszugehen.
Die Hersteller von WDVS haben Systeme zur Sanierung oder Mittel zur
Prävention entwickelt und bieten diese an. Das Problem hierbei: der
Kostenfaktor bzw. die Umweltbelastung durch Gifte, die zudem nach
Auswaschung zu erneuern sind. Die Lösung: Dauerentfeuchtung,
Langzeitschutz und Funktionserhalt durch den Einsatz von z.B.
thermo-keramischen Membrantechnologien.
Es sind für mindestens ein Produkt Sanierungserfolge selbst von nass
gewordenen WDVS mit Styropor belegt. Dies geschieht hoch wirtschaftlich,
da die Fassadenbeschichtung nicht viel teurer ist, als der Anstrich mit
einer herkömmlichen Fassadenfarbe. So behandelte Fassaden bleiben pilz-
und algenfrei, weil das Feuchteproblem an der Oberfläche gelöst ist.
Es sind die Grenzbedingungen und Anwendungsmöglichkeiten zu untersuchen
und daraus sind Einsatzempfehlungen für wirtschaftliche Sanierungsmethoden
abzuleiten. Grenzbedingungen bedeutet z.B.: Grad der Zusetzung der
Oberflächen infolge Alterung und Verschmutzung und der hierbei
erforderliche Sorptionssog. Wichtig ist die Entwicklung von Methoden zur
verlässlichen Bestimmung der Sanierungsfähigkeit.
Realisierung eines Beispiels

Schimmelpilzsanierung
Forschungsprojekt C)
Das ökologische WDVS
Herkömmliche WDVS werden unter Verwendung von Platten aus Mineralwolle
oder Styropor (Polystyrol) hergestellt. Am Ende der Lebenszyklen bleibt
lediglich eine Entsorgung auf Halde bzw. das mit dem Begriff thermische
Verwertung umschriebene Verbrennen. Recycling würde Materialreinheit
voraus setzen, die Technologie dafür gibt es nicht.
Dazu kommt der relativ hohe Energieeinsatz bei der Herstellung bzw. der
Schadstoffausstoß. Bei der Herstellung von Polystyrol werden jährlich
tausende Tonnen an Styrol in die Atmosphäre abgegeben, was bislang kaum
publiziert wurde. Die unter 3. beschriebenen Lösungsansätze der Industrie
zur Lösung des Algenproblems mittels Gifteinsatz sollten eher nicht als
ökologischer Ansatz zu verstehen sein.
Aus systembedingten Gründen treffen oft die theoretisch bestimmten Effekte
praktisch nicht ein, so dass eine Amortisation nur auf dem Papier besteht.
Die Tauwasserproblematik tritt sowohl an der Oberfläche, aber auch im
Grenzbereich Mauerwerk-Dämmstoff auf. Unter den vg. Aspekten scheint die
Bescheinigung guter Ökobilanzen fragwürdig.
Welche Anforderungen sind an ein ökologisches WDVS zu stellen?
• energiearme Herstellung
• schadstoffarme Herstellung
• Einsatz nachwachsender einheimischer Rohstoffe
• Recyclingfähigkeit
• giftfreie und dauerhafte Prävention
• Schimmel- und Algenfreiheit
• praktisches Leisten der theoretischen Dämmwerte
• Langlebigkeit, lange Instandhaltungszyklen
• wirtschaftliche Herstellung und Unterhaltung
Der Lösungsansatz sieht ähnlich wie dem unter 2. beschriebenen aus: ein
kapillar leitfähiges Dämmmaterial in Kombination mit einer entfeuchtenden
Membran, die kostengünstiger und leichter zu applizieren ist als ein
Mineralputz zum WDVS und die zudem Witterungsschutz und eine
Dauerentfeuchtung bewirkt.
Um dieses ökologische WDVS zu entwickeln, sind neben dem
Wissenschaftspersonal auch Hersteller, Planer und Baupraktiker zu
beteiligen. Wie zu 2. und zu 3. sind Randbedingungen und Regeln zur
Verallgemeinerung zu erforschen, zu validieren und zu publizieren. Dies
wird auch Niederschlag in Rechenansätzen der dynamischen Simulation finden
als auch das Normenwesen beeinflussen, insbesondere bei der Findung des
Optimums.
Realisation eines Prototyps
Holzfaser WDVS mit ThermoShield
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In unserem
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Bauphysik und ...
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